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Lyrik

  • Erinnerung - Zufriedenheit - Zuversicht
  • Anerkennung
  • Friedenszuversicht
  • Der weise Baum
  • Der einsame Baum
  • Ayleen
  • Wahres Leben

 

 Erinnerung - Zufriedenheit - Zuversicht

Ein Tag, der innehalten lässt,
bisweilen auch ein Freudenfest,

Gedanken kreisen wild umher,

sie einzuordnen, fällt gar schwer,

doch plötzlich, da gelingt es dann,

man fängt mit der Erinn’rung an.

 

Je nachdem wie lang das Leben,

bis dato schon gewesen ist,

wird viele Dinge es dann geben,

die man so nicht mehr vergisst.

 

Es sind Personen und Gedanken,

Ideen auch und schon mal Schranken.

Teils sind sie schön, teils sind sie schwer,

man drängt sie weg, vermisst sie sehr.

Ganz unterschiedlich scheinen sie,

doch eint sie, man vergisst sie nie.

 

Vergessen darf man auch manchmal,

das Leben wäre sonst nur Qual,

so bleibt sehr häufig dann bestehen,

was man schon immer gern gesehen.

 

Man denkt zurück und kann sich freuen,

mit Zufriedenheit, ohne Bereuen,

mit Dankbarkeit und etwas Wehmut,

verbunden dann auch noch mit Demut,

wird offensichtlich und ganz klar,

das Leben ist doch wunderbar.

 

Wie manche Wege so verschlungen,

so mancher Zweifel war dabei,

ist dennoch Vieles gut gelungen,

von Gründen dafür völlig frei.

 

Ja, es ist schon viel geschehen,

nicht alles ist auch noch zu sehen,

jedoch so manches hat Bestand,

es wird uns wie ein Lebenspfand,

zur Verwaltung übergeben,

als Aufgabe fürs ganze Leben.

 

Manchmal hat es schon gereut,

nicht selten aber auch erfreut,

sodass die Aufgabe man liebt

und selten sie beiseiteschiebt.

 

Im Gesamten ist man glücklich

und das ist auch nicht unschicklich,

schließlich hat man ‘Was vollbracht,

manchen Menschen Freud‘ gemacht.

Stets versucht Gutes zu tun,

ohne häufig auszuruh‘n.

 

Zuversicht macht sich nun breit,

möge alles doch so bleiben,

damit in treuer Dienstbarkeit,

in die Zukunft man darf schreiten.

 

Die Erinnerung macht klar,

was im Leben alles war.

Die Zufriedenheit macht froh,

was man getan, war richtig so.

Die Zuversicht gibt Lebensmut,

auch die Zukunft meint es gut.

 

So kann man, wenn man innehält,

weiter weg vom Lauf der Welt,

ein wenig zu sich selber finden

und Einiges für sich ergründen.

 April 2012


Anerkennung

Der Mensch nach Anerkennung strebt.
Tut’s fast so lange er auch lebt.
Kommt die Gelegenheit sodann,
dass er sein Können zeigen kann,
so wird er alles eifrig tun,
findet kaum Zeit, sich auszuruh‘n.
Vergessen ist die Zeit, in der
die Arbeit war teils grau, teils schwer.
Motiviert, mit Freud‘gefühl,
geht er mutig zu auf’s Ziel;
ist kreativ, ideenreich,
geht die Aufgab‘ an sogleich.
Ungewiss ist stets dabei,
ob sich auch lohnt die Schufterei.
Ist er am Ziel, bricht Ruhe ein - 
alles scheint vorbei zu sein.
Die Arbeit ist soweit getan - 
der Alltag fängt nun wieder an.
Routine. Und doch ist ‘was neu:
Man fühlt sich irgendwie nun frei!
Frei von der Not, nichts zu bewegen.
Frei vom Gefühl, sich aufzuregen.
Frei, weil man die Grenzen kennt,
von denen man sich fühlt‘ gehemmt.
Frei, weil die Erfahrung steht,
dass Schwieriges trotzdem doch geht!
Mit diesem Wissen geht es gut -
der Mensch hat wieder neuen Mut;
kann nun im Alltag weitergehen,
der Zukunft in die Augen sehen.
All das der Mensch erreicht nun hat,
aus sich selbst, mit eig’ner Tat.
Und doch freute er sich am Ende,
wenn’s Tun auch Anerkennung fände.
Selten genug ist das der Lauf - 
gute Leistung fällt kaum auf.
Wenn Anerkennung kommt von oben,
in mannigfacher Form von Loben,
ist’s dann auch Zeit für Dankbarkeit,
da ohne die Gelegenheit
zu arbeiten und auch zu streben,
es die Erfahrung nie gegeben!

2008


 Friedenszuversicht 

Im Verborg’nen ist zu finden, 
was die Welt so sehr ersehnt. 
Doch, wer will den Frieden künden,
wird oftmals gar nur verhöhnt.

Darum schon im Kleinen schweigen 
viele und lassen geschehen – 
trauen sich nicht, es zu zeigen, 
was unter Frieden sie verstehen:

Einsicht, Mut und Toleranz, 
Rücksicht, Liebe und Vergeben 
verleihen uns’rer Welt den Glanz, 
nach dem doch alle wollen streben.

Wenn dieses ehrlich ist gemeint, 
sollte jeder schnell beginnen, 
in dem jene Sehnsucht keimt, 
Frieden indie Welt zu bringen.

Bevor man einen Streit entficht,
sollt’ stets das Herz der Liebe denken,
dann besteht die Zuversicht,
dass vielesfriedlich sich lässt lenken.

Oktober 2004


Der einsame Baum

Auf einem Berg steht Sonn’ umwoben
ein Baum gar mächtig, stark und breit.
Mit seiner Sicht von ganz da oben,
sieht er die Sorgen nah und weit.

Oftmals fühlt er sich allein,
hätte Gesellschaft gar zu gern.
Erhellt vom lieben Sonnenschein,
genügt ihm diese in der Fern’.

Er denkt an Menschen, die zu zweit,
erfinden ständig neue Themen,
die sie sich dann zum Anlass nehmen,
zu beginnen großen Streit.

Auf dem Berge ist er glücklich,
Einsamkeit vermisst er nicht,
weil er stets hat doch die Sicht
auf unten wo’s zu selten friedlich.


Dezember 2004


Der weise Baum

Ein einsamer Baum auf einem Berg -
gar groß ist er, stolz und breit.
Von oben kann er alles sehen.
Die Menschen nahe und auch fern.

Wenn er Einsamkeit verspürt,
kommt er schnell zur Einsicht, 
dass Gesellschaft ist nicht alles.
Wie viele Menschen zanken, streiten,
Kleinigkeiten sind der Anlass,
da freut sich der Baum, dass er so fern.

Und glücklich steht er auf dem Berg,
ist froh, dass er dort Ruhe hat.
Denn traurig ist seine Erkenntnis, 
zwischen den Menschen herrscht zu viel Unfriede!

Dezember 2004


Ayleen

Klein und weiß mit weichem Fell,
geziert von schwarzen Öhrchen.
Schwarz umringt der Schwanzansatz,
das linke Aug mit schwarzem Fleck.

So sitzt sie da, schaut in die Welt,
mit blauen Augen fragend, scheu.

Das geneigte runde Köpfchen
jedes Herz zum Schmelzen bringt.
Zum Streicheln wird die Menschenhand
gezogen von geheimer Macht.

Es tut ihr wohl, das spürt man gleich –
sie streckt sich und sie schmiegt sich an.
Zärtlich leckt sie an der Hand.

So nimmt sie wahr des Menschen Sinn.
Vertrauen steigt in ihr empor.
Sie legt sich eingekuschelt hin
und schläft ruhig schnaufend langsam ein.

Januar 2005


Wahres Leben

Fast jeder Mensch strebt lebenslang
danach, den eignen Sinn zu finden.
So startet er voll Zuversicht
den jungen Tag mit neuem Mut.


Am Abend stellt ermattet fest,
ein jeder, der sich treiben lässt,
dass dieser Tag verloren scheint,
und übrig bleibt das kahle Nichts.


So eilt dahin die Daseinsfrist
und matt und trister wird der Geist.
Verzweiflung schleicht ganz leis’ sich ein,
weil ungenutzt verstreicht das Leben.


Um sich der Not der Zeit zu beugen,
ist viel zu kostbar unser Sein!
Wir sollten alles daran setzen,
der Alltagsmühle zu entfliehen!


Nicht Hast und Eile treibt das Leben,
es ist die Sehnsucht „Mensch zu sein“.
Als „Mensch“ kann man den Kampf bestehen
und sich des Lebens wieder freuen!

 
März 2006


 

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